Ein Frühling in Italien – Das hört sich an nach der leichten Mediterreanan Stimmung, mit Pasta unter den Zedern und Spaziergängen durch die pittoresken Altstadtstraßen wie denen dort. Gardasee Besonders über Ostern locken heitere Tage im südlichen Europa viele Reisende an. Wer jedoch gerade jetzt seinen Koffer für eine Italien-Reise packt oder bereits unterwegs ist, muss das Wetter genau im Auge behalten!
In Nord- und Mittelitalien – einschließlich bekannter Reiseziele wie Südtirol, dem Gardasee und Piemont – nimmt die Wettersituation momentan eine beunruhigende Wendung. Die Situation ist gravierend und könnte gefährlich werden. Meteorologinnen und Meteorologen gehen davor Warnungen aus, da es dort starkes Regengewitter gibt, was zu Überschwemmungen führen kann. Zudem besteht in den Alpengebieten das Risiko von Erdverschiebungen und Lawinen. Zusätzlich drohen Orkangefahren entlang der Küsten des Mittelmeers.
Was dies für die Ferien bedeutet, welche Gebiete davon tangiert werden, und welche Rechte Reisende beim Auftreten extremer Witterungsituationen genießen, finden Sie hier zusammengefasst.
Lebensgefahr durch Extreme Wetterereignisse in Italien:Diese Reiseziele werden beeinträchtigt
Der italienische Wetterdienst „ Meteo.it “ schlägt Alarm: Ausgerechnet über Ostern gilt in Teilen Norditaliens Alarmstufe Rot, besonders kritisch ist die Lage in der Gebiet zwischen Turin und Mailand .
In der Poebene Es droht ein weitreichendes Überschwemmungsproblem – aufgrund ihrer geographischen Position zwischen den Alpen und dem Appenellgebirge strömt das Wasser von allen Seiten heran. In der Umgebung von Turin und Mailand, wo die Landschaft besonders eben ist, könnten Flüsse schnell übertreten, wie "Wetter.net" erklärt.
Mehrere Tiefdruckgebiete tragen zur katastrophalen Situation bei, indem sie feuchte Luftmassen vom Mittelmeer aufsaugen und teilweise Überschwemmungen durch massiven Regen verursachen. Laut Meteo.it stehen am Karfreitag, dem 17. April, besonders heftige und dauerhafte Niederschläge bevor - innerhalb von nur 48 Stunden könnte es bis zu 200 Millimeter Regen geben.
Das deutsche Wetterportal „wetter.de“ warnt eindringlich: Der Dauerregen werde durch eingelagerte Gewitterzellen verstärkt, wodurch es zu sogenannten Stauniederschlägen komme. Der Niederschlag werde dabei an den Alpen „ausgequetscht“ und intensiviert. In Spitzen seien 400 bis 500 Liter pro Quadratmeter möglich – in nur zwei Tagen so viel wie in Berlin in einem ganzen Jahr. Diese extremen Mengen könnten Flutwellen, Erdrutsche und weitere lebensbedrohliche Situationen auslösen.
Unwetterwarnung in Italien: Spezialist empfiehlt, bei Zweifeln frühzeitiger Evakuierung zu Priorisieren
Dominik Jung, der Meteorolog beim Portal „Wetter.net“, mahnt bei „T-Online“ noch einmal dringend zur Vorsicht an: „Neben den Überschwemmnungen ist die Möglichkeit von Todesfällen leider nicht auszuschließen.“ Er empfiehlt insbesondere Camper, sich für Lagerplätze mit guter Entwässerung zu entscheiden, ständig Wetterwarndienste im Auge zu behalten und gegebenenfalls besser früher als später abreisen zu gehen.
Ebenfalls andere Meteorologiedienste raten zur Umsichtigkeit an. Man sollte die Wetterwarndienstleistungen genau im Auge behalten, Flussoasen sowie Gebirgsgebiete meiden und Reiserouten entsprechend anpassen.
Stürme in Italien bis zum Ostersonntag sind denkbar.
Gemäß „Meteo.it“ wird die Wetterbedingung auch am Freitag, dem 18. April, unstabil bleiben. Im Norden und Zentrum Italiens sind noch immerRegenschauer zu erwarten. Obwohl für den Samstag vorübergehende Verbesserungen im Wetter voraussichtlich sind, besteht auch über Ostern sowie an Ostermond ein Risiko für wiederkehrenden Regen.
Aber welches Recht haben Reisende, wenn sie ihren Aufenthalt früher beenden möchten oder überhaupt keinen Urlaub machen wollen? Folgen Sie hier unserer Übersicht dazu:
Gewitter in Italien – hier sind die Rechte, die Touristen am Schauplatz haben sollten
Generell gilt: Reisende, die aktuell im Rahmen einer Pauschalreise in von Extremwetter betroffenen Regionen unterwegs sind, sollten sich mit dem Veranstalter in Verbindung setzen. Der informiert zur aktuellen Lage und hilft weiter – etwa bei möglicherweise notwendigen Reiseplan-Änderungen.
Bei sogenannten außergewöhnlichen Umständen, wie es schwere Überschwemmungen sein können, muss der Veranstalter laut ADAC Urlauberinnen und Urlauber unterstützen und gegebenenfalls für eine vorzeitige Rückreise sorgen oder zusätzliche Übernachtungen (maximal drei Tage) bezahlen, falls eine Abreise wegen der Wetterbedingungen nicht möglich ist.
Wer separat buchungen vorgenommen hat, indem sie beispielsweise Flüge und Zimmer bei verschiedenen Anbietern reserviert haben, könnte Schwierigkeiten haben. Gemäß der Verbraucherzentrale Hamburg ist dies so zu verstehen:
- Beim Kauf von nicht stornierbaren Flugtickets erhältst du lediglich die Steuern und Abgaben zurückerstattet, sollte dir der Einsatz des Tickets unmöglich sein. Nur im Fall einer Stornierung durch die Airline bekommst du den volllen Betrag zurück. Es ist wichtig zu beachten, dass Ansprüche auf betreuerische Leistungen in diesen Situationen bestehen könnten.
- Wenn du aufgrund von extremem Wetterbedingungen beispielsweise deinen Flug streichen lassen musst und deshalb deine Unterkunft nicht erreichen kannst, bist du normalerweise verpflichtet, den Betrag trotzdem zu bezahlen – es sei denn, der Provider zeigt Grobzigkeit gegenüber seinen Kunden. Im Gegensatz dazu liegt die Situation anders, falls dein Ziel aus Sicherheitsgründen nicht verfügbar ist; in diesem Fall hast du meist Anspruch auf Rückerstattung, obwohl die genauen rechtlichen Bestimmungen je nach Land unterschiedlich sein können.
Die Rücktritts- und Abbruchversicherungen für Reisen schließen oft Naturkatastrophen nicht ein. Allerdings gibt es einige Polizzen, welche diese Ereignisse abdecken. Daher ist es ratsam, die Bedingungen der Versicherung genau zu studieren, wie empfiehlt die Verbraucherzentrale.
Umbuchungen, Stornierungen und mehr: Wie verhält es sich bei geplanten Reisen nach Italien?
Angemeldete heftige Gewitter mit Sturm und Niederschlag in der Feriengegend sollten vorerst noch nicht kein Besondere Umstände, so die Verbraucherzentrale Hamburg, sollten bei starken Gewittern nicht überbewertet werden, da solche Wetterphänomene im Rahmen von Reiseplanung stets berücksichtigt werden müssen. Lediglich wenn diese Unwetter zu gravierenden Einschränkungen am Urlaubsziel führen, wie zum Beispiel überschwemmt Gebiete, verändert sich die rechtliche Situation für den Reisenden.
Das Auswärtige Amt Er hat bisher seine Sicherheitshinweise für Italien veröffentlicht. nicht Aktualisiert: Laut ADAC gibt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes Hinweise auf ungewöhnliche Umstände, unter denen die Stornierungsbedingungen fallen. Trotzdem warnt die Verbraucherzentrale vor einer überstürzten Rückzugnahme vom buchbaren Urlaub. Hierbei besteht die Gefahr hohem Entschädigungsentschädigungskosten. Es ist ratsamer, den Reiseveranstalter direkt anzusprechen – dies soll Gewährleistung bieten, dass die Reise entweder wie vereinbart stattfindet oder alternativ gelöst werden kann. Auch hierfür plädiert der Deutsche Reiseverband.
Die Dienstleister bewerten die Umstände vor Ort und schlagen beispielsweise Umbuchungen vor, falls die Reise voraussichtlich beeinträchtigt werden wird.
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